Werkstudent
Miriam Kost

Werkstudent - Was ist das eigentlich?

Den Ausdruck ‚Werkstudent‘ liest man heute immer häufiger in Stellenausschreibungen. Aber wie wird man eigentlich zum Werkstudent und worauf muss man dabei achten?

Wie das Wort selbst schon ausdrückt, geht es hierbei um eine Anstellungsform für Studierende. Hierbei handelt es sich meist um junge Erwachsene, die neben ihrem Studium an einer Universität oder Hochschule noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder Praxiserfahrung zu sammeln.

Bei einer Tätigkeit als Werkstudent handelt es sich meist um als eine geringfügige Beschäftigung. Im Gegensatz zu typischen Studentenjobs wie Kellnern oder Kassieren existiert zudem oft eine inhaltliche Nähe zum späteren Beruf.

Werkstudent oder studentische Hilfskraft?

Von gängigen Studentenjobs, die oft auf Minijob-Basis sind, unterscheidet sich eine Tätigkeit als Werkstudent durch eine fachliche Nähe zum Studium. Dadurch wird das Ziel des Studiums durch den Erwerb praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten noch stärker gefördert.

Eine studentische Aushilfe hat meist Aufgaben, die bereits eine fachliche Nähe zum Studium haben, aber noch nicht mit so viel Verantwortung. Arbeitet man an einer Hochschule ist man bei diesen Jobs dann häufig eine sogenannte studentische Hilfskraft. 

Als Werkstudent geht der Job noch einen Schritt weiter. Man ist zwar noch im Studium, aber bereits in Teilzeit voll in die fachlichen Themen des Unternehmens eingebunden und trägt bereits Verantwortung. Oft ist dies ein guter Einstieg in die Berufswelt nach dem Studium. 

Alle Vorteile auf einen Blick:

Der Status als Werkstudent hat viele Vorteile, sowohl für den Studierenden als auch für das Unternehmen. Das sogenannte Werkstudentenprivileg ist wohl einer der größten Vorteile. Werkstudenten haben mehr Netto vom Brutto, denn sie sind von den Abgaben für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit. Das gilt unabhängig von der Höhe ihres Gehaltes. Es folgen die 3 größten Vorteile, die man als Werkstudent hat:

1. Praxiserfahrung sammeln

In den meisten regulären Studienfächern ist Praxiserfahrung lediglich in Form von ein bis zwei mehrwöchigen Praktika vorgesehen. Werkstudenten hingegen sammeln wertvolle Praxiserfahrung. Somit haben sie in späteren Bewerbungsprozessen einen Vorteil anderen Kandidaten gegenüber, denen diese Erfahrung noch fehlt. Gleichzeitig kann der Job für die bereits erwähnten Pflichtpraktika angerechnet werden.

2. Orientierung und Erfahrung sammeln

Viele Studenten schließen ihr Studium ab, ohne so recht zu wissen, wie es danach weiter gehen soll. Als Werkstudent hat man bereits einen Fuß in der Arbeitswelt und weiß im Zweifel ‚wo der Hase lag läuft‘. Du fällst also nicht ins kalte Wasser.

3. Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben

Oft erhalten Werkstudenten die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit direkt beim Unternehmen zu schreiben. Die Themen können sich dabei aus dem Job ergeben und gemeinsam mit Betreuer und Arbeitgeber abgesprochen werden. Somit hat man gleich mehrere Ansprechpartner, kann den Werkstudentenjob mit der Abschlussarbeit verbinden und an einem praxisrelevanten Thema arbeiten.

Was verdienen Werkstudenten?

Es lässt sich keine pauschale Aussage zu den Gehältern von Werkstudenten machen, denn dies variiert zwischen den verschiedenen Arbeitgebern, Tätigkeiten und Branchen. Es lässt sich jedoch sagen, dass ein Anspruch auf den Mindestlohn besteht. Dieser liegt seit diesem Jahr (2021) bei 9,50 Euro brutto pro Stunde. Bei voller Stundenzahl liegt das Gehalt eines Werkstudenten somit bei mindesten 760 Euro brutto.

Werkstudent werden – das musst du beachten:

  • Offiziell eingeschrieben an einer Hochschule/ Universität
  • Rentenversicherungspflichtig
  • Maximale Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit 
  • Regemäßig Überbringung eines Immatrikulationsnachweises an den Arbeitgeber
  • Selbstständige Krankenversicherung, ab einem Gehalt von 450 Euro pro Monat

Neben dieser Definition gibt es allerdings auch Abweichungen, insbesondere dann, wenn die Arbeitszeit neben dem Studium mehr als die maximal 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit beträgt. Teilweise erhöht sich die Arbeitszeit außerhalb der Vorlesungszeiten auf ein Vollzeitniveau.

Beim Thema Steuerpflicht ist zu beachten, dass auch Werkstudenten steuerpflichtig sind. Jedoch gilt bisher ein Steuerfreibetrag von bis zu 9.744 Euro (2021). Bleibst du mit deinem jährlichen Gehalt also unter dieser Grenze, bist du von der Einkommenssteuer befreit.

Werkstudent
Miriam Kost

Werkstudent - Was ist das eigentlich?

Den Ausdruck ‚Werkstudent‘ liest man heute immer häufiger in Stellenausschreibungen. Aber wie wird man eigentlich zum Werkstudent und worauf muss man dabei achten?

Wie das Wort selbst schon ausdrückt, geht es hierbei um eine Anstellungsform für Studierende. Hierbei handelt es sich meist um junge Erwachsene, die neben ihrem Studium an einer Universität oder Hochschule noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder Praxiserfahrung zu sammeln.

Bei einer Tätigkeit als Werkstudent handelt es sich meist um als eine geringfügige Beschäftigung. Im Gegensatz zu typischen Studentenjobs wie Kellnern oder Kassieren existiert zudem oft eine inhaltliche Nähe zum späteren Beruf.

Werkstudent oder studentische Hilfskraft?

Von gängigen Studentenjobs, die oft auf Minijob-Basis sind, unterscheidet sich eine Tätigkeit als Werkstudent durch eine fachliche Nähe zum Studium. Dadurch wird das Ziel des Studiums durch den Erwerb praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten noch stärker gefördert.

Eine studentische Aushilfe hat meist Aufgaben, die bereits eine fachliche Nähe zum Studium haben, aber noch nicht mit so viel Verantwortung. Arbeitet man an einer Hochschule ist man bei diesen Jobs dann häufig eine sogenannte studentische Hilfskraft. 

Als Werkstudent geht der Job noch einen Schritt weiter. Man ist zwar noch im Studium, aber bereits in Teilzeit voll in die fachlichen Themen des Unternehmens eingebunden und trägt bereits Verantwortung. Oft ist dies ein guter Einstieg in die Berufswelt nach dem Studium. 

Alle Vorteile auf einen Blick:

Der Status als Werkstudent hat viele Vorteile, sowohl für den Studierenden als auch für das Unternehmen. Das sogenannte Werkstudentenprivileg ist wohl einer der größten Vorteile. Werkstudenten haben mehr Netto vom Brutto, denn sie sind von den Abgaben für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit. Das gilt unabhängig von der Höhe ihres Gehaltes. Es folgen die 3 größten Vorteile, die man als Werkstudent hat:

1. Praxiserfahrung sammeln

In den meisten regulären Studienfächern ist Praxiserfahrung lediglich in Form von ein bis zwei mehrwöchigen Praktika vorgesehen. Werkstudenten hingegen sammeln wertvolle Praxiserfahrung. Somit haben sie in späteren Bewerbungsprozessen einen Vorteil anderen Kandidaten gegenüber, denen diese Erfahrung noch fehlt. Gleichzeitig kann der Job für die bereits erwähnten Pflichtpraktika angerechnet werden.

2. Orientierung und Erfahrung sammeln

Viele Studenten schließen ihr Studium ab, ohne so recht zu wissen, wie es danach weiter gehen soll. Als Werkstudent hat man bereits einen Fuß in der Arbeitswelt und weiß im Zweifel ‚wo der Hase lag läuft‘. Du fällst also nicht ins kalte Wasser.

3. Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben

Oft erhalten Werkstudenten die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit direkt beim Unternehmen zu schreiben. Die Themen können sich dabei aus dem Job ergeben und gemeinsam mit Betreuer und Arbeitgeber abgesprochen werden. Somit hat man gleich mehrere Ansprechpartner, kann den Werkstudentenjob mit der Abschlussarbeit verbinden und an einem praxisrelevanten Thema arbeiten.

Was verdienen Werkstudenten?

Es lässt sich keine pauschale Aussage zu den Gehältern von Werkstudenten machen, denn dies variiert zwischen den verschiedenen Arbeitgebern, Tätigkeiten und Branchen. Es lässt sich jedoch sagen, dass ein Anspruch auf den Mindestlohn besteht. Dieser liegt seit diesem Jahr (2021) bei 9,50 Euro brutto pro Stunde. Bei voller Stundenzahl liegt das Gehalt eines Werkstudenten somit bei mindesten 760 Euro brutto.

Werkstudent werden – das musst du beachten:

  • Offiziell eingeschrieben an einer Hochschule/ Universität
  • Rentenversicherungspflichtig
  • Maximale Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit 
  • Regemäßig Überbringung eines Immatrikulationsnachweises an den Arbeitgeber
  • Selbstständige Krankenversicherung, ab einem Gehalt von 450 Euro pro Monat

Neben dieser Definition gibt es allerdings auch Abweichungen, insbesondere dann, wenn die Arbeitszeit neben dem Studium mehr als die maximal 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit beträgt. Teilweise erhöht sich die Arbeitszeit außerhalb der Vorlesungszeiten auf ein Vollzeitniveau.

Beim Thema Steuerpflicht ist zu beachten, dass auch Werkstudenten steuerpflichtig sind. Jedoch gilt bisher ein Steuerfreibetrag von bis zu 9.744 Euro (2021). Bleibst du mit deinem jährlichen Gehalt also unter dieser Grenze, bist du von der Einkommenssteuer befreit.

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