Minijob

Bezeichnung für sowohl geringfügige Beschäftigungen (sogenannter 450 € Job) wie auch für Arbeitsverhältnisse in der Gleitzone von 450,01 € bis 850 € (sogenannte Midijobs). Monatsverdienst, bei denen der Arbeitnehmer entweder keine Sozialversicherungsbeiträge zahlt (bei der geringfügigen Beschäftigung) oder verringerte Beiträge (in der Gleitzone). Arbeitsrechtlich handelt es sich um vollwertige Anstellungsverhältnisse mit allen Rechten und Pflichten also inklusive Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und die betriebsüblichen Sozialleistungen.

 

Die Beschäftigung im Midijob, d.h. in der Gleitzone von 450,01 – 850 € ist für beide Seiten attraktiver, weil der Arbeitgeber nur den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung in Höhe von ca. 20 % übernimmt (beim 450 € Job: 30 % Pauschale inkl. bzw. zzgl. Pauschsteuer) und der Arbeitnehmer Schutz in allen Bereichen der Sozialversicherung erhält für einen reduzierten Beitrag erhält, der innerhalb der Gleitzone linear ansteigt von 4 % bis zum vollen Arbeitnehmeranteil von rund 20 % (zum Vergleich: Beim 450 € Job trägt der Arbeitgeber einen pauschalen Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung, ohne dass hieraus ein Krankenversicherungsschutz für den Arbeitnehmer folgt).

Minijob/450 € Job/ Geringfügige Beschäftigung

Beschäftigung, bei der das Arbeitsentgelt eine bestimmte Grenze nicht überschreitet oder das nur kurz andauert. Geringfügig Beschäftigte sind in dieser Beschäftigung nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung und können sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

Der Arbeitgeber trägt einen pauschalen Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung, ohne dass hieraus ein Krankenversicherungsschutz für den Arbeitnehmer folgt. Nach dem Einkommensteuergesetz ist eine Pauschalierung der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer möglich.

Geringfügige Beschäftigung

Vollwertiges Anstellungsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten also inklusive Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und die betriebsüblichen Sozialleistungen.
Nach der Regelmäßigkeit der Beschäftigung zu unterscheiden sind:

  • die entgelt-geringfügige Beschäftigung, der sogen. 450 € Job, bei dem der Arbeitnehmer regelmäßig „nebenbei“ etwas dazu verdient - nicht mehr als 450 € monatlich – bspw. als Haushaltshilfe, Student oder Rentne
  • die zeit-geringfügige Beschäftigung, bei der der Arbeitnehmer innerhalb eines Kalenderjahres nicht regelmäßig beschäftigt ist an mehr als 2 Monaten oder 50 Arbeitstagen und hierbei mehr verdienen kann als 450 € monatlich; die typischen Fallkonstellationen der „nach ihrer Eigenart“ zeitlich begrenzten
  • Beschäftigungen überschneiden sich mit Bereichen, für die häufig Zeitarbeitskräfte eingesetzt werden:
    • Saisonarbeiten wie bspw. Erntehelfer, Bühnenarbeiten bei Festspielen
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    • Überbrückung eines zeitlich vorübergehenden absehbaren Bedarfs wie bspw. Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen, sofern nicht eine regelmäßige Tätigkeit als dauerhafte Aushilfe bspw. im Rahmen eines Personalpools („Springer“) vereinbart wird
    • Beschäftigungsverhältnisse zur Kompensation eines vorübergehenden Arbeitsbedarfs wie bspw. im Rahmen von Projekten oder Auftragsspitzen

Geringfügig Beschäftigte sind in dieser Beschäftigung nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung und können sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Der Arbeitgeber trägt einen pauschalen Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung, ohne dass hieraus ein Krankenversicherungsschutz für den Arbeitnehmer folgt. Nach dem Einkommensteuergesetz ist eine Pauschalierung der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer möglich.

Kurz-Job

Innovativer Oberbegriff für kurzzeitig befristete sozialversicherungspflichtige oder ggf. auch sozialversicherungsfreie Anstellungsverhältnisse als eine Form der Beschäftigung, die durch die Digitalisierung Vorschub erhält als Reaktion auf den wachsenden Bedarf insbesondere der -> NewWorker nach Teilung ihrer Arbeitskraft. Denn eine zunehmende Zahl an insbesondere jüngeren Menschen möchte nicht mehr dauerhaft in einem Anstellungsverhältnis arbeiten, sondern ihre Arbeitskraft flexibel unterschiedlichen Arbeitgebern anbieten. Als Reaktion gewinnen Kurz-Jobs an Attraktivität

  • zur Überbrückung eines spontanen Ausfalls in einem Unternehmen bspw. aufgrund von Krankheit
  • zur Überbrückung absehbarer Vakanzen bspw. aufgrund von Urlaub oder
  • zur Deckung eines nur übergangsweisen Bedarfs bspw. aufgrund von Projekten.

Sozialversicherungsfrei je nach Zeit und Umfang als geringfügige Beschäftigung oder Studentenjob, ansonsten sozialversicherungspflichtig. Für Unternehmen kostengünstige und reputationssteigernde Alternative zur Zeitarbeit; außerdem besteht die Möglichkeit, attraktive Bewerber über einen Kurzjob kennen zu lernen und eventuell für spätere Bedarf einzusetzen, ggf. auch für dauerhafte Anstellungen. Für Bewerber korrespondierend interessant als Möglichkeit, neue und unterschiedliche Arbeitgeber kennen zu lernen und attraktiv für Zusatzverdienste bei ggf. auch verschiedenen Arbeitgebern oder/und flexible Arbeitsform mit oft höherer Vergütung im Rahmen einer mit dem Arbeitgeber zu verhandelnden Flexiprämie.

 

Studentenjob/Werkstudenten

Das klassische studentische Arbeitsverhältnis erlaubt bis zu 20 Arbeitsstunden pro Woche während der Vorlesungszeiten oder eine umfangreichere Beschäftigung während der Semsterferien mit Versicherungsfreiheit in der Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung  aber mit Rentenversicherungspflicht.

Alternativ lässt sich ein Arbeitsverhältnis als geringfügige Beschäftigung als Minijob oder Midijob abschließen mit pauschaler Abwicklung der Abgaben für die Renten- und Krankenversicherung über die Bundesknappschaft.

NewWork

NewWork steht für die branchenübergreifende Disruption der Unternehmenskulturen durch die digitale Transformation mit dem Potential zur gesellschaftlichen Revolution.

Der Begriff wurde ursprünglich von Professor Frithjof Bergmann entwickelt und steht für dessen Konzept zur Beantwortung der dringenden Frage der Erwerbslosigkeit nach dem Ende des Job-Systems. Neuerdings steht der Begriff für die Zukunft der Arbeit in der digitalen Transformation schlechthin. Danach muss sich jedes Unternehmen und müssen sich alle Mitarbeiter fragen, was Mitarbeiten, Mitarbeiterführung, Beruf und berufliche Fähigkeit künftig bedeutet. Die digitalen Eliten in Internet-Unternehmen und Start-ups beantworten die tradierten Fragen an die berufliche Zusammenarbeit anders und setzen völlig neue Akzente für das eigene Umfeld und die Arbeitswelt schlechthin. In Zeiten des Arbeitnehmermarkts infiltrieren diese Veränderungen alle anderen Arbeitsbereiche bis in den Niedriglohnbereich. Mit der Rückbesinnung auf die Bergmann’schen Antworten löst die digitale Transformation eine branchenübergreifende Disruption der Unternehmenskulturen aus, die Potential für eine gesellschaftliche Revolution hat:

Nach Bergmann besteht die NewWork aus drei gleichen Teilen: (1.) Erwerbstätigkeit, (2.) Selbstversorgung und „schlauen“ Konsum sowie (3.) der Arbeit die man „wirklich, wirklich“ will.

  • Die – auf 1/3 gekürzte - Erwerbstätigkeit diene der Refinanzierung von Bedarfen, die trotz fortschreitender Automatisierung weder durch Eigenarbeit noch durch Netzwerke befriedigt werden könnten.
  • 1/3 der bisherigen Bedürfnisse lasse sich einsparen durch Selbstversorgung, verstanden als „High Tech Self Providing“ in Verbindung mit „Smart Consumtion“: Automatische Alleskönner würden die Eigenproduktion von Gütern übernehmen. Bergmann nennt beispielhaft Drucker zur Produktion von Gegenständen. Unter diese von Bergmann so bezeichneten „Fabrikatoren“ lassen sich aber auch digitale Plattformen zur Teilung von Ressourcen subsumieren. Durch schlauen Konsum lassen sich viele Bedarf einsparen, insbesondere an Gegenständen, deren Konsum mehr Arbeit mache als er Nutzen stifte.
  • Das verbleibende und letztlich „eingesparte“ Drittel steht damit offen für eine Arbeit, die den Wünschen, Werten und Fähigkeiten eines jeden entspricht. Zur Identifikation setzt Bergmann auf sogenannte Zentren für Neue Arbeit, in denen die Menschen zusammen mit Mentoren herausfinden, welche Arbeit sie „wirklich, wirklich“ wollen, um sich lebendiger zu fühlen.

Hier setzt Gigwork an. Als Plattform für die NewWork unterstützt Gigwork die Menschen dabei, den für sie passenden Arbeitsplatz zu finden, indem das Gigwork Jobdating die Bedürfnisse, Werte und Verhaltenstendenzen von Menschen mit den Bedarfen bzw. Angeboten der Unternehmen matcht. Damit leistet Gigwork einen Beitrag für mehr Zufriedenheit im Beruf und „fabriziert“ im – übertragenen - Bergmann’schen Sinne mehr Glück. Gleichzeitig leistet Gigwork als Plattform zur Teilung der Arbeitskraft einen Beitrag dazu, das notwendige Drittel Erwerbstätigkeit unabhängiger und selbstbestimmter zu gestalten, damit die Menschen sich auch in diesem Bereich „lebendiger“ fühlen.

Elternzeit-Job

Teilzeittätigkeit neben der Elternzeit im Rahmen der gesetzlichen Regelungen

Silverage-Job

Jobs für „höhere Semester“ im Rahmen der gesetzlichen Regelungen