Für Unternehmen
Registrieren Anmelden
  • GIGJOB (= KURZ-JOB)

    Innovativer Oberbegriff, der kurzzeitig befristete sozialversicherungspflichtige und sozialversicherungsfreie Arbeitsverhältnisse beschreibt, die als eine neue Form der Beschäftigung in Reaktion auf den wachsenden Bedarf nach Teilung der eigenen Arbeitskraft - insbesondere der „New Worker“ - geschaffen wurde. Diese Entwicklung erhält nicht nur durch die Digitalisierung Vorschub sondern auch durch eine zunehmende Anzahl von, insbesondere jüngeren, Menschen, die nicht mehr dauerhaft in einem festen Anstellungsverhältnis arbeiten möchten, sondern ihre Arbeitskraft flexibel unterschiedlichen Arbeitgebern anbieten. Daher gewinnen Kurz-Jobs vor allem an Attraktivität

    • zur Überbrückung eines spontanen Ausfalls in einem Unternehmen bspw. wegen krankheitsbedingtem Ausfall von Arbeitskraft,
    • zur Überbrückung absehbarer Vakanzen, etwa aufgrund von Urlaub, oder
    • zur Deckung eines nur übergangsweisen Bedarfs zum Beispiel aufgrund von neuen Projekten.

    Ob das Anstellungsverhältnis als geringfügige Beschäftigung oder als Studentenjob sozialversicherungsfrei ist, richtet sich je nach Zeit und Umfang der Tätigkeit, anderenfalls ist es sozialversicherungspflichtig. Für Unternehmen stellt es eine kostengünstige und reputationssteigernde Alternative zur Zeitarbeit dar; außerdem besteht die Möglichkeit, attraktive Bewerber über einen Kurz-Job kennen zu lernen und darüber einen späteren, eventuellen Bedarf decken zu können, ggf. auch durch dauerhafte Anstellungen. Für Bewerber bietet es die interessante Möglichkeit, neue und unterschiedliche Arbeitgeber kennen zu lernen und dabei in flexiblen Arbeitsformen attraktive Zusatzverdienste mit oft höherer Vergütung (im Rahmen einer mit dem Arbeitgeber zu verhandelnden Flexiprämie) bei verschiedenen Arbeitgebern zu realisieren.

  • New Work

    Der Begriff „New Work“ steht für eine branchenübergreifende, disruptive Veränderungder Unternehmenskulturen, die den Wandel vom Arbeitgeber zum Arbeitnehmermarkt durch digitale Transformation vollzieht.

    Hier setzt Gigwork an. Als Plattform für „New Work“ unterstützt Gigwork die Menschen dabei, den für sie passenden Arbeitsplatz zu finden, indem das Gigwork Jobdating die Bedürfnisse, Werte und Verhaltenstendenzen von Menschen mit dem Bedarf bzw. Angebot der Unternehmen matcht. Damit leistet Gigwork einen Beitrag für mehr Zufriedenheit im Beruf und „fabriziert“ im - übertragenen - Bergmann’schen Sinne mehr Glück. Gleichzeitig leistet Gigwork als Plattform zur Teilung der Arbeitskraft einen Beitrag dazu, das notwendige Drittel Erwerbstätigkeit unabhängiger und selbstbestimmter zu gestalten, damit die Menschen sich auch in diesem Bereich „lebendiger“ fühlen.

     

    Der Begriff wurde ursprünglich von dem Sozialphilosophen Professor Dr. Frithjof Bergmann entwickelt und steht für dessen Idee, wie die durch die Automatisierung von Arbeitsprozessen gewonnene Zeit genutzt werden sollte. Nach seiner Auffassung sollte man in der dadurch gewonnenen Zeit herausfinden, was man wirklich machen wolle, um so letztlich ein lebendigeres Leben zu führen. Heutzutage steht der Begriff für die digitale Transformation der Zukunft der Arbeit. Danach müsse sich jedes Unternehmen und alle Mitarbeiter fragen, was Mitarbeiten, Mitarbeiterführung, Beruf und berufliche Fähigkeit künftig für sie bedeute. Die digitalen Eliten in Internet-Unternehmen und Start-ups beantworten die tradierten Fragen an die berufliche Zusammenarbeit anders und setzen völlig neue Akzente für das eigene Umfeld und die Arbeitswelt. In Zeiten des Arbeitnehmermarkts infiltrieren diese Veränderungen alle anderen Arbeitsbereiche bis in den Niedriglohnbereich. Mit der Rückbesinnung auf die Bergmann’schen Antworten löst die digitale Transformation eine branchenübergreifende Disruption der Unternehmenskulturen aus, die das Potential für eine gesellschaftliche Revolution hat:

    Nach Bergmann besteht „New Work“ aus drei gleichrangigen Werten: (1.) Selbständigkeit, (2.) Freiheit und (3.) Teilhabe an der Gemeinschaft. Dabei versteht er den Begriff „Freiheit“ nicht als Entscheidungsfreiheit zwischen verschiedenen Alternativen sondern als Handlungsfreiheit. Nach seiner Ansicht sei das „Job-System“ u.a wegen der Digitalisierung und Dezentralisierung von Arbeitsstätten am Ende und der Mensch habe nun die Chance, sich von der „Knechtschaft der Lohnarbeit“ zu befreien. Dies solle dadurch geschehen, dass die alte Arbeitswelt durch die neuen technischen Möglichkeiten in eine neue, flexible Arbeitswelt transformiert wird:

    • Durch die Automatisierung solle die Erwerbstätigkeit für jeden reduziert werden und zur Finanzierung von Dingen dienen, die trotz fortschreitender Automatisierung weder durch Eigenarbeit noch durch nachbarschaftliche Netzwerke hergestellt werden könnten.
    • Darüber hinaus ließen sich Bedürfnisse durch Selbstversorgung unter Einsatz von neuester Technik, verstanden als „High Tech Self Providing“, in Verbindung mit „Smart Consumption“ einsparen: Automatische Alleskönner würden die Eigenproduktion von Gütern übernehmen. Bergmann nennt beispielhaft Drucker zur Produktion von Gegenständen. Unter diese, von Bergmann so bezeichneten, „Fabrikatoren“ fallen aber auch digitale Plattformen zur Teilung von Ressourcen. Durch schlauen Konsum ließe sich ein großer Teil des Bedarfs einsparen.
    • Die dadurch „eingesparte“ Zeit erlaubt es den Menschen, sich die Frage zu stellen, „was sie wirklich wollen“ und erlaubt es ihnen einer Arbeit nachzugehen, die den Wünschen, Werten und Fähigkeiten am ehesten entspricht. Das mache das Leben des Menschen lebendiger und führe zu größerer Zufriedenheit. Zur Identifikation setzt Bergmann auf sogenannte Zentren für Neue Arbeit, in denen die Menschen zusammen mit Mentoren herausfinden, welche Arbeit sie „wirklich wollen“, um sich lebendiger zu fühlen.
  • Silverage-Job

    Bezeichnet Jobs für „höhere Semester“ im Rahmen der gesetzlichen Regelungen, dabei gelten grundsätzlich die allgemeinen Regelungen, allerdings mit dem Unterschied, dass es für den „Silverager“ vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze eine Hinzuverdienstgrenze gibt, die unterschiedlich hoch ausfällt und bei Überschreiten von der zur Kürzung bis hin zum Verlust der Rente führen kann. Nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze besteht keine Hinzuverdienstgrenze mehr. Die Regelaltersgrenze beträgt mindestens 65 Jahre (für Geburtsjahrgänge bis einschließlich 1946) und steigert sich danach schrittweise bis 67 Jahre (ab dem Geburtsjahrgang 1964).

  • Elternzeit-Job

    Beschreibt eine Teilzeittätigkeit neben der Elternzeit im Rahmen der gesetzlichen Regelungen, d.h. u.a. gemäß § 15 Abs. 4 BEEG. Demnach darf der Arbeitnehmer nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats erwerbstätig sein, es sei denn, es handelt sich um eine Tätigkeit als „geeignete Tagesmutter“ im Sinne des § 23 SGB VIII für bis zu 5 Kinder. Eine Teilzeittätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber oder eine selbständige Tätigkeit bedarf der Zustimmung des Arbeitgebers, der diese nur innerhalb von 4 Wochen aus dringenden betrieblichen Gründen schriftlich ablehnen darf.

  • Geringfügige Beschäftigung

    Vollwertiges Anstellungsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten also inklusive (anteiligem) Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und die betriebsüblichen Sozialleistungen.
    Nach der Regelmäßigkeit der Beschäftigung zu unterscheiden sind:

    • die entgeltgeringfügige Beschäftigung, der sogen. 450 € Job, bei dem der Arbeitnehmer regelmäßig „nebenbei“ etwas dazu verdient - nicht mehr als 450 € monatlich - bspw. als Haushaltshilfe, Student oder Rentner;
    • die zeit-geringfügige Beschäftigung, bei der der Arbeitnehmer innerhalb eines Kalenderjahres nicht regelmäßig beschäftigt ist, d.h. an nicht mehr als 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen und hierbei mehr verdienen kann als 450 € monatlich;
    • die typischen Fallkonstellationen der „nach ihrer Eigenart“ zeitlich begrenzten Beschäftigungen überschneiden sich mit Bereichen, für die häufig Zeitarbeitskräfte eingesetzt werden:
      • Saisonarbeiten wie bspw. Erntehelfer,
      • Bühnenarbeiten bei Festspielen,
      • Überbrückung eines zeitlich vorübergehenden absehbaren Bedarfs wie bspw. Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen (sofern nicht eine regelmäßige Tätigkeit als dauerhafte Aushilfe bspw. im Rahmen eines Personalpools („Springer“) vereinbart wird)
      • Beschäftigungsverhältnisse zur Kompensation eines vorübergehenden Arbeitsbedarfs wie bspw. im Rahmen von neuen Projekten oder Auftragsspitzen

    Geringfügig Beschäftigte sind in einer solchen Beschäftigung nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung und können sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Der Arbeitgeber trägt einen pauschalen Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung, ohne dass hieraus ein Krankenversicherungsschutz für den Arbeitnehmer folgt. Der Arbeitnehmer muss sich, falls er nicht schon in seinem Hauptbeschäftigungsverhältnis krankenversichert ist, selbst um eine entsprechende Krankenversicherung kümmern.  

    Nach dem Einkommensteuergesetz ist eine Pauschalierung der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer möglich.

  • Midijob

    Bezeichnet eine Beschäftigung in der Gleitzone mit einem Verdienst von 450,01 bis 850 € und zeichnet sich dadurch aus, dass der „Midijobber“ nur einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss. Im Vergleich zu einem Minijob ist ein Midijob für beide Seiten attraktiv, weil der Arbeitgeber nur den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung in Höhe von ca. 20 % übernimmt und der Arbeitnehmer trotzdem Schutz in allen Bereichen der Sozialversicherung für einen reduzierten Beitrag erhält.

  • Minijob

    Ist eine Bezeichnung für zwei Arten von geringfügigen Beschäftigungen:

    1. geringfügig entlohnte Beschäftigungen (sogenannte 450 € Jobs), bei denen der Arbeitnehmer regelmäßig nicht mehr als 450 € im Monat verdient und daher keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss und

    2. kurzfristige Beschäftigungen, bei denen im Laufe eines Kalenderjahres nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage gearbeitet wird.

    Arbeitsrechtlich handelt es sich um vollwertige Anstellungsverhältnisse mit allen Rechten und Pflichten (abgesehen von einer Krankenversicherung), d.h. also inklusive (anteiligem) Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und andere betriebsübliche Sozialleistungen.

  • Studentenjob/Werkstudenten

    Das klassische studentische Arbeitsverhältnis erlaubt bis zu 20 Arbeitsstunden pro Woche während der Vorlesungszeiten und während der Semesterferien maximal eine umfangreichere Beschäftigung als 20 Stunden pro Woche. Dies bedeutet die Versicherungsfreiheit in der Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, aber nicht die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht.